02. November 2020

Piro Sports erlebte chaotische Rennen in der Lausitz

Zum vorletzten Rennen der ADAC GT4 Germany trat das Team Piro Sports die Reise nach Brandenburg an. Auf dem Lausitzring wollte die Mannschaft mit dem Ginetta G55 GT4 gute Ergebnisse einfahren. Letztlich kam es jedoch komplett anders.

Eigentlich wäre es an diesem Wochenende für die ADAC GT4 Germany und Piro Sports nach Zandvoort gegangen. Die Rennstrecke an der niederländischen Nordseeküste sollte die finale Saisonphase einläuten. Doch die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie verhinderte einen Start im Ausland. Somit wechselten die Organisatoren auf den Lausitzring und wählten dabei eine komplett neue Streckenvariante.

Robin Falkenbach und Cedric Piro stellten sich schnell darauf ein und unterstrichen in den freien Trainings ihre Möglichkeiten in die Top-Ten zufahren. Doch bereits im zweiten freien Training nahm ein chaotisches Wochenende seinen Lauf. „Wir hatten diesmal unsere Startzeiten sehr spät und es war schon im Vorhinein klar, dass wir in die Dunkelheit fahren. Eigentlich sollte es bessere Lichtverhältnisse geben. Durch den Regen war es bereits um 17 Uhr schwarz wie die Nacht. Wir mussten das Training abbrechen, weil wir nichts mehr gesehen haben“, erklärte Cedric Piro am Abend.

Zu den Rennen am Samstag hatte das Team die Ginetta mit Zusatzlicht ausgestattet. Als Elfter schloss Robin das Qualifying ab und ging zuversichtlich in das Rennen. Doch bei den schwierigen Bedingungen gab es auf der Strecke zahlreiche Unfälle. Auch der Wagen des saarländischen Teams wurde getroffen und musste aufgeben.

Am Sonntag wurde es noch schlimmer. Das Rennen wurde nach nur einer Runde abgebrochen. Nach einem Neustart gab es wegen vieler Unfälle zahlreiche Safety-Car-Phasen und einen vorzeitigen Abbruch. Letztlich bestand das Rennen nur aus zwei freien Runden. Ein Opfer der zahlreichen Kollisionen war auch Robin. Die Ginetta wurde dabei komplett zerstört und der Rookie musste zu Kontrolluntersuchungen ins Krankenhaus.

„Wir sind sehr enttäuscht von der Organisation. Die Idee ein Rennen bei Dunkelheit zufahren, wurde nicht zu Ende gedacht. In einem Sprintrennen fährt man anders, als bei einem 24-Stunden-Rennen, dass weiß ich aus eigener Erfahrung. Dazu kamen der starke Regen und die Streckenbedingungen. Der Ausgang des zweiten Rennens und die Tatsache, dass nur die Hälfte des Feldes ins Ziel kam, unterstreicht dies nachhaltig. Trotz allem haben wir entschieden für das Finale in Oschersleben unsere zweite Ginetta aufzubauen und wieder dabei zu sein. Dadurch können wir aber am Donnerstag nicht den Testtag bestreiten. Sollten die Rennen jedoch erneut bei solchen Verhältnissen im Dunklen stattfinden, verzichten wir auf eine Teilnahme. Glücklicherweise ist Robin nicht viel passiert. Abgesehen von einigen blauen Flecken, ist er fit und tritt in Oschersleben wieder an“, kommentierte Teamchef Erwin Piro die Geschehnisse.

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